Der geladene Kosmos ohne Schwarze Energie und Galaxien ohne Schwarze Materie

 

1. Kurzfassung

Ein kosmisches elektrisches Feld bewirkt die beschleunigte Expansion des Weltalls ohne geheimnisvolle “Schwarze Energie”.

Der an den Galaxien angeordnete elektrische Feldanteil bewirkt zusammen mit dem Magnetfeld die Nicht-NEWTONsche Geschwindigkeitsverteilung und den Gravitationslinseneffekt ohne mysteriöse “Schwarze Materie”.

Der geladene Kosmos mit Protonenüberschuss an den Galaxien und einem weit entfernten Elektronenhalo benötigt keine Singularität beim Urknall. Erforderlich ist, dass ein überwiegender Energieteil in Gammaquanten hoher Energie ausgestrahlt wurde. Diesem Energieteil entspricht nahezu die summarische Masse der bisher vermuteten Schwarzen Materie und der Schwarzen Energie

Die Gammaquanten hoher Energie haben die Elektronen auf Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit gebracht, das ist bekannt als COMPTON-Effekt. Beim Wegfliegen verlieren die Elektronen kinetische Energie und erzeugen ein elektrisches Feld, das die Feldenergie des positiven Kerns und der Galaxien im Weltall bildet. Auf diese Weise ist Energie von Gammaquanten in elektrische Feldenergie umgewandelt worden. Das Baumaterial der Galaxien war so von Anfang an mit Protonen geladen. Die nur der Schwerkraft folgenden Neutronen waren das Material für die Sterne, die Schwerkraft hielt aber auch die Protonen an den Galaxien. Das von den Elektronen aufgespannte elektrische Feld zieht unseren sichtbaren, positiven, Kosmos auseinander.

Zusatzbemerkung: Gleichnamige Ladungen stoßen sich nicht voneinander ab, wie es der Lehrsatz halb falsch behauptet. Es ist immer so, dass das von den paritätischen und ungleichnamigen Ladungen erzeugte Feld die Kräfte hervorbringt. Zwei parallel und gleich orientierte Dipole stoßen sich durch den Querdruck des Feldes ab, obwohl die Ladungssumme Null ist! Die Atomphysiker haben im Allgemeinen noch nicht verinnerlicht, dass die Elektronen die Protonen mit Hilfe des gemeinsam gebildeten Feldes auseinander ziehen, auch wenn die Elektronen sehr weit entfernt sind! Die Atome zeigen auf diese Weise ein fast beängstigend ähnliches  elektrisches Modell des riesigen geladenen Kosmos.

Der Ringstrom der positiv geladenen Galaxien erzeugt von Anbeginn der galaktischen Entwicklung an das Magnetfeld der Galaxien. Das Magnetfeld bewirkt die Aufweitung der Stromschleife und unterstützt so die elektrische Feldwirkung zur Auflösung der NEWTONschen Geschwindigkeitsverteilung. Die NEWTONsche Geschwindigkeitsverteilung eines Galaxienmodells ist grundsätzlich instabil gegen dezentral wirkende Kräfte. Auch eine kleine dezentrale Kraft löst das System auf. Je größer die Kraft ist, umso größer ist Geschwindigkeit der Auflösung.

Elektrisches Feld und magnetische Feld genügen, die Wirkungen unbekannter Schwarzer Energie und Schwarzer Materie zu erzeugen. Die Äquivalenzmasse des kosmischen Feldes, konzentriert an den Galaxien ist die benötigte Masse der Schwarzen Materie und der Schwarzen Energie. Hypothetische neue Teilchen oder gar eine weitere Grundkraft sind nicht erforderlich.


 

2. Auslöser der Betrachtung und die Grundidee der neuen These

Auslöser der Betrachtung war das Reaktorunglück in Fukushima am 11.3.2011. Hubschrauberbesatzungen konnten beschädigte Reaktoren wegen starker Strahlung nicht mehr überfliegen. Am 29.3.2011 stellte ich mir die Frage, was mit der Teilchenstrahlung und der Wellenstrahlung geschieht und welche Strahlungsteile die Erde verlassen könnten. Denkt man sich die Erde ohne Atmosphäre, die durch Teilchenreaktionen mit Luftmolekülen alle Strahlungsteile stark dämpft, können die Alpha-Kerne ab etwa 13,5 eV das Schwerefeld der Erde verlassen. Wegen der geringeren Masse ist die Fluchtenergie der Elektronen mit 3,7 meV (Milli-Elektronenvolt) sehr gering. Das Elektron erhält wegen seiner geringen Masse durch einen zugefügten Impuls gegenüber dem Proton die 1836-fache Geschwindigkeit, wenn die relativistische Massenzunahme noch unbedeutend ist.

Die Elektronen sind bei Prozessen mit kinetischem Energiegewinn immer Schnellläufer, sie lassen Protonen weit hinter sich. Durch Betrachtung des RICHARDSON-EDISON-Effektes (Glühemission) und des nuklearen magnetischen Impulses, NEMP, wurde die Frage verstärkt, ob die thermonuklearen Energiefreisetzungen der Sterne mittels Energieübernahme von Gammaquanten, dem COMPTON-Effekt, ein Elektronenhalo des Kosmos erzeugen und ob das elektrische Feld dieser Polarisierung die Ursache der beschleunigten Expansion des Weltalls sein kann. Sowohl für die kinetischen Energien der auseinander strebenden Körper als auch für die benötigte elektrische Feldenergie reicht aber die Energiefreisetzung der Sterne nicht aus. Sie liegt in der Größenordnung von 1 % der beteiligten Massen bei den Kernfusionen. Die Sterne können nicht die Verursacher sein. Die Idee, dass das All ein elektrisches Feld besitzt, das von den Sternen erzeugt sein könnte, war zunächst gescheitert.

2017 ergab die Betrachtung des Urknalles eine neue Möglichkeit. Von einigen Autoren wird zum Urknall die Annihilation von Materie und Antimaterie in Betracht gezogen. Diese Reaktion setzt einen großen Teil der eingesetzten Masse in Strahlung um. Diese Strahlung ist in der Lage, ein Elektronenhalo fortzublasen, wenn der Kosmos durchsichtig wird. Die von den Gammaquanten erhaltene kinetische Energie der Elektronen wird durch die Anziehungskraft des positiven zentralen Teils reduziert und dabei ein elektrisches Feld aufgespannt. Bei der Bildung der Galaxien bleibt ein Protonenüberschuss bestehen. Galaxien mit Sternen bilden sich vorzugsweise durch Gravitation aus rekombinierten Protonen, die um sich eine Protonenwolke besitzen. Der Drehimpuls führt wegen der Drehung der Protonenwolke von Anbeginn zu einem Magnetfeld, so dass auch frühe Galaxien, wie beobachtet, Magnetfelder der heutigen Stärke besitzen. Das kosmische Feld zieht nun die positiv geladenen Galaxien auseinander und verursacht so die beschleunigte Expansion. Die Magnetfelder der Galaxien und das elektrische Feld ziehen die Gestirne, die sich durch Elektronenabstrahlung auch positiv aufgeladen haben, aus den NEWTONschen Gleichgewichtsbahnen. Es wird keine mysteriöse dunkle Energie des Weltalls und keine dunkle Materie an Galaxien benötigt, um die Entwicklung des Kosmos und der Galaxien zu erklären. Die erforderlichen unsichtbaren Massen bestehen als Äquivalenzmasse des kosmischen elektrischen Feldes, dessen stärkster Bereich jeweils die sichtbaren Galaxien umgibt. Auch der optische Linseneffekt der Galaxien ist durch die starke Feldkonzentration an den Galaxien erklärt.

 

 

© Helmar Gerd Becker 12.06.2018